Spät aber doch das nächste Update
aus Kairo. Mittlerweile habe ich mich schon wieder sehr gut eingelebt. Ich habe
alte FreundInnen getroffen, neue FreundInnen gemacht, habe am Nil zu Rudern begonnen, und sitze viel in Straßencafes herum.
In meinem Job stellt sich langsam
der Arbeitsalltag ein. Ich bin jetzt im zweiten Monat und kommen schon relativ
gut klar. Meine kurze Aufgabenbeschreibung ist folgende: Ich führe Interviews
mit Flüchtlingen durch, in denen sie mir von ihren Problemen in Kairo erzählen.
Wenn die groß genug sind, habe ich die Möglichkeit ihren Fall an UNHCR (die UN
Flüchtlingsorganisation) weiter zu leiten und sie für das humanitäre
Umsiedlungsprogramm zu empfehlen. Das ist dann alles mit Papierkram und
Berichten verbunden wodurch sich meine Arbeitszeit zwischen Interviews und
Laptop-arbeit aufteilt.
Das Arbeitsklima ist trotz der frustrierenden und traurigen Themen dank dem unglaublich coolen und sich unterstützenden Team sehr gut. Ich gehe extrem gerne in die Arbeit – auch wenn ich hin und wieder am Wochenende oder am Abend daheim weiter mache und nicht bezahlt werde. Ich lerne sehr viel und finde es unglaublich interessant mit so vielen verschiedenen Menschen in Kontakt zu kommen.
Jetzt komme ich außerdem gerade mit
voll aufgetankten Batterien von einem verlängerten Wochenende in Dahab zurück.
Das Programm war ziemlich ähnlich zu letztem Jahr – Berg Sinai, Abu Galoum,
Blue Hole, Strand, und chillen – einzige Neuheit war, dass ich Windsurfen
probiert habe (war ganz nett – surfen ist aber eindeutig besser und
spannender!!). Rundum also ein schön entspannender Kurzurlaub.
Daher bleibt nur zu sagen: alles
paletti J



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