Da ich bis jetzt noch nicht wirklich viel ueber meine Arbeit hier geschrieben habe, kommen hier nun ein paar Infos.
CooperarPeru, "meine" NGO, wurde vor knapp 2 Jahren von dem Peruaner Eduardo gegruendet und arbeitet in der Gemeinde "Tankarpata" am Rand von Cusco.
| Blick auf Cusco von Tankarpata |
Um dorthin zu kommen, fahren wir ca 20min mit einem oeffentlichen Kleinbus und danach gehen wir ca. 10-15min zu Fuss einen Huegel hinauf. Die Strasse ist zum Schluss nicht asphaltiert und ueberall liegt Muell. Die Haeuser sind sehr einfach - oft aus Lehm und mit Blechdaechern - nicht alle Haeuser haben fliesendes Wasser und Bad, Heizung etc. sind fehl am Platz (obwohl es in den Naechten bis auf 0 Grad abkuehlen kann).
| Beim Film schaun |
CooperarPeru besitzt in der Gemeinde ein "Centro de Apoyo" (Hilfszentrum) bestehend aus einem grossen Zimmer, einer Kueche und einer Bibliothek. Wir arbeiten dort Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag (jeweils von 15-18 Uhr) und Samstag (von 10-13 Uhr) mit den Kindern der Umgebung.
Die Kinder sind zwischen 2 und 15 Jahre alt und kommen zu uns um Hilfe bei den Hausaufgaben zu bekommen oder um an den anderen Aktivitaeten, die wir parallel zu den Hausaufgaben veranstalten, teilzunehmen (Basteln, tanzen, singen, malen,...)
Normalerweise kommen zwischen 10 und 30 Kinder pro Tag- je nachdem was geplant ist. Mittwochs kommen immer besonders viele weil wir einen Sitzkreis organisieren, bei dem ueber ein bestimmtes Thema gesprochen wird (Gewalt, Freundschaft, Natur, Luege,...) und danach eine "Merienda" (Jause am Nachmittag - Fruchtsalat, Kekse mit Milch, Fruchtsaefte, Creps, Fruechte,...) ausgeben.
| Zaehne putzen vor dem Eintreten |
| Obligatorisches Haendewaschen |
Die meisten Voluntaere kommen aus Europa und bleiben nur ein paar Wochen wodurch es manchmal schwer ist die ganzen Sachen zu organisieren - vor allem weil man allen immer wieder die gleichen Regeln und Normen des Zentrums erklaeren muss (Haende waschen und Zaehne putzen vor dem eintreten, "Bitte", "Danke", Begruessung und Verabschiedung etc.). Zum Glueck hat CooperarPeru eine peruanische Projekt-Koordinatorin, Olinda, die sich um die Voluntaere kuemmert ;)
| Eduardo beim Vorbereiten |
Abgesehen von den ueblichen Aktivitaeten versuchen wir den Alltag mit anderen Veranstaltungen zu unterbrechen. So haben wir zum Beispiel eine solidarische "Parrillada" (BBQ) organisiert, um etwas Geld zu sammeln.
Wirklich viele Gaeste sind nicht gekommen aber es war trotzdem ein riesen Spass und die Kinder haben noch laenger davon geredet und wollten schon die naechste Parrillada organisieren ;)
| Im Taxi |
Ein anderes Mal haben wir mit den Kindern einen Zoo besucht. War auf jeden Fall ein Erlebnis! Nachdem wir 30 Kinder in 2 Taxis (!) gestopft haben, sind wir in den Zoo der Universitaet von Cusco gefahren.
| Edwar nachdem ich ihn gebadet und gefuettert habe |
Die Umstaende unter denen die Kinder leben sind teilweise sehr schwer und umso schwerer ist es zu akzeptieren, dass man in manchen Faellen nicht mehr machen kann als sich mit den Kindern zu beschaeftigen. Ich kuemmere mich mit Eduardo im besonderen um eine Familie, die ein 6-jaehriges Kind (Edwar) mit physicher und psychischer Behinderung haben unf fuer den wir ein Heim suchen. Das ganze erfordert sehr viel Papierkram und kann manchmal echt frustrierend sein - aber ich hoffe, dass wir das bis zu meiner Abreise erreichen koennen :)
So, mehr faellt mir bis jetzt nicht ein... vielleicht gehen wir mit den Kids bald klettern :)
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